Schwerminerale

Schwerminerale

Als Schwerminerale werden Minerale mit einer Dichte von über 2,9 g/cm3 eingestuft. Sie werden zusammen mit anderen gesteinsbildenden Mineralen transportiert und abgelagert. Da ihr Anteil am Sediment meist nur Bruchteile von Prozenten beträgt, müssen sie für die Herstellung von Körner­präparaten zur Schwermineralanalyse angereichert werden.

Das Ziel der Schwermineralanalyse ist sowohl die petrographische Charakterisierung der Sand­fraktion eines Sedimentes, als auch die paläogeographische Rekonstruktion von Liefergebiet und Transportweg unter Berücksichtigung von Klima, Tektonik und Diagenese. Dazu ist die Schwer­mineralführung der in Frage kommenden Liefergebiete zu klären.

Durch Änderungen im Schwermineralspektrum können Änderungen des Liefergebietes, zum Beispiel Erweiterungen oder Einengungen von fluviatilen Systemen, erfasst werden. Bei der Schwermineralanalyse an Profilen oder Bohrkernen sind stratigraphische Aussa­gen durch die Mineralwechsel möglich.