Probenaufbereitung

Im Labor werden die Proben zunächst mit einer Labornummer versehen und bei 50 - 60 °C im Trockenschrank getrocknet. Anschließend wird mit einem Sieb der Maschenweite 0,4 mm der Grobanteil der Probe abgetrennt.

Durch wiederholtes Aufschlämmen und vorsichtiges Dekantieren des Probenmaterials nach definierten Wartezeiten (Stoke´sches Gesetz: Sinkgeschwindigkeiten je nach Korngröße) wird der Feinanteil kleiner als ca. 0,05 mm entfernt. Nach erneuter Trocknung werden die Proben in der Schwereflüssigkeit Natriumpolywolframat (Na6 (H2W12O40) * H2O, Dichte 2,85) in Leicht- und Schwerminerale getrennt.

Der Einsatz der Zentrifuge (3 x 5 min bei 2500 Umdrehungen pro Minute) beschleunigt den sonst langwierigen Trennungsprozess durch die Schwerkraft. Die Trennung der Fraktionen erfolgt durch Einfrieren des Schwermineralbodensatzes in flüssigem Stickstoff und Dekantieren der aufschwimmenden Leichtmineralfraktion. Die einzelnen Fraktionen werden durch Spülen mit destilliertem Wasser von der Natriumpolywolframat-Lösung befreit und wiederum getrocknet. Die Natriumpolywolfra­mat-Lösung wird nach Gebrauch aufgefangen und zurückgewonnen.

Die Schwermineralfraktion sollte aus deutlich mehr als den 100 Körnern bestehen, die bei der Analyse ausgezählt werden. Die Schwermineralkörner werden in Meltmount (Lichtbrechung n=1,662) eingebettet. Hierzu muss das Einbettungsmittel auf der Heizplatte im Wasserbad erwärmt werden, um die Viskosität herabzusetzen. Mit einer Pipette wird wenig Meltmount auf den Objekt­träger aufgebracht und verteilt. Die Körner werden aufgestreut und mit einem Deckplättchen abge­deckt. Das Einbettungsmittel härtet anschließend durch mehrstündige Lagerung auf der etwa 70 °C heissen Heizplatte und anschließendes Abkühlen aus. Nach Säuberung der Streupräparate von Meltmount-Rückständen mit Aceton sind diese zur mikroskopischen Bestimmung bereit.