Bohrung Kronau

Bohrung Kronau
Schwermineraldiagramm der Bohrung Kronau

Die Kernbohrung Kronau erreichte eine Endteufe von 135 m. Die Ergebnisse der Schwermineral-, Pollen- und Mikrofauna-Analyse untergliedern die Sedimentabfolge der Bohrung Kronau wird in fünf Einheiten.

Der oberste Bohrabschnitt (0 - 34,5 m) wird als Lokal-Fazies bezeichnet; die rosa und bunten Farben der kiesigen Sande belegen einen verstärkten Materialeintrag von den Grabenrändern (Buntsandstein, Muschelkalk).

Die feinkörnigen Ablagerungen des OZH (ca. 34,5 bis 41 m) beinhalten eine reiche und vielfältige Mikrofauna, die auf eine Ablagerung in Sümpfen bis hin zu offenen Wasserflächen hinweist. Die z. T. kieshaltigen Sande im Bereich zwischen 41 und 84 m zeigen keine ausgeprägten lithofaziellen Wechsel, was auf eine recht gleichbleibende Sedimentation schließen lässt (Becken-Fazies). Die Farbtöne variieren zwischen grau in den sandigen und rosa in den kiesführenden Bereichen.

Zwischen 84 und 129,5 m wechsellagern glimmerhaltige und z. T. kiesführende Sande mit überwiegend grauen bis olivgrauen Farbtönen mit Feinkornlagen. Die Sedimente enthalten eine reiche und vielfältige Mikrofauna, die auf wechselnde Ablagerungsbedingungen hindeuten, was gut mit den wiederholten Lithofazies-Wechseln innerhalb der Sedimentabfolge zu korrelieren ist. Daher wird dieser Abschnitt als Terrassen-Fazies bezeichnet. Pollenanalysen aus 84 bis 89 m liefern Hinweise auf eine Alterseinstufung ins Waal.

Der feinkörnige Horizont unterhalb von ca. 129,5 m wird als UZH eingestuft; er enthält der keine Mikrofauna.

Veröffentlichung

Hagedorn, E.-M., Hahne, J., Wieland-Schuster, U. & Ellwanger, D. (2005): The Heidelberg Drilling Projects: Pre-Project Activities. (Sedimentology, Sediment Petrography, Bio- and Eco-Stratigraphy). - Poster/Abstract, 6th EUCOR-URGENT Workshop, 10-12 October 2005 at Mont St. Odile, Strasbourg.